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Nicht jeder Zappelphilipp ist krank

Wirbelwindweb

Lukas ist ein „Zappelphilipp“. Er kann kaum still sitzen, verliert schnell die Lust an einer Sache und plappert ständig dazwischen. Schon im Kindergarten fiel Lukas deswegen auf, jetzt im ersten Schuljahr, scheint es noch schlimmer geworden zu sein. Vielleicht leide der Junge an einer ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung), meint die Klassenlehrerin.

 „Wenn ein Verdacht auf ADHS besteht, sollten Eltern sich an eine Erziehungsberatungsstelle, eine Fachpraxis  oder Fachklinik wenden, damit eine sorgfältige Diagnostik erfolgt,“ erklärt Maria Busch-Heyen von der Katholischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Köln. An der Untersuchung werden in der Regel verschiedene Fachleute beteiligt. Zwar ist die Ursache von ADHS bisher nicht genau bekannt, die Weltgesundheitsorganisation hat aber Kriterien festgelegt, die zusammen das Krankheitsbild ergeben.

„Eine saubere Diagnostik ist das Wichtigste“, sagt Maria Busch-Heyen, denn nicht jeder „Zappelphilipp“ hat eine ADHS. Wird sie aber festgestellt, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Therapien wie Verhaltenstraining oder Entspannungsübungen kommen in Frage, manchmal auch eine Ernährungsumstellung. „Im Einzelfall kann auch eine medikamentöse Behandlung sinnvoll sein,“ so die Sozialpädagogin. Die Eltern erhalten zudem intensive Beratung, denn ein ADHS-Kind braucht klare Regeln und Strukturen. Wichtig ist außerdem, dass nicht nur seine Probleme gesehen werden, sondern auch seine Stärken.

Text: Ingrid Leifgen

Foto: Sabine Schleiden-Hecking

Mehr zum Thema

Broschüre "adhs" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Kostenlos bestellen oder als PDF herunterladen hier

Mehr über die Autorin: www.ingridleifgen.de